im ersten licht
(#) wir drehen einen sketch, in dem eine berühmte korruptionsszene der övp nachgespielt wird, es geht irgendwie um eine sekretärin die termine irgendwo einträgt, dann machen wir noch eine arte versteckte kamera im großraumbüro, wo t. arbeitet und x und ich kommen verkleidet rein und müsssen irgendwas machen und es geht darum wie alle reagieren und das ist t. irgendwie nicht so recht und auch den leuten dort, das hätten wir voraussehen können. es ist dann aber eh eher ein studierendenheim und es sind dann eigentlich auch eher so leute, die zu einem slackline-yoga-workshop kommen, auch jemand was wie r. aussieht kommt die treppe runter, aber es ist dann doch wer anders. wir diskutieren, ob ich als radieschenprinzessin mit dem zug heimfahren und dabei leute in gespräche verwickeln soll, aber zum glück kann ich das abwehren und freue mich darauf, im zug die ausgabe des rolling stone über le pullover von mäuse zu lesen, die im studi-heim zur freien entnahme auflag. später diskutieren wir noch über verschiedene ideen und jemand sagt das wort gendertrenderhit, das ich sehr lustig finde und aufschreiben muss, damit ich es wach auch noch weiß. nach viel zu langen fruchtlangen diskussionen gehen wir endlich schlafen und nach gefühlt sekunden weckt mich l. mitten in der nacht und führt mich im dunklen durch die wg ins badezimmer, die treppe rauf, am offenen, unausgeräumten geschirrspüler vorbei, ich stoße in bester sich steigernder slapstickmanier überall an, wo es möglich ist und lärm macht, dabei wäre es wichtig die mitbewohner nicht zu wecken, es dauert wie es für so halbschlaf eben typisch ist minuten, bis ich begreife, dass wir jetzt wirklich ernsthaft und endgültig aufstehen müssen um den zug zu erwischen (aufgew.)
(#) in x.' und l.s aquarium schwimmen artischocken, an deren rändern kleinere artischocken hängen, die sich fraktalartig unendlich weiterfortsetzen (aufgew.)
(#) eine instastory: der typ von einem reisegrammercouple beschwert sich aufgeregt rund um einen pool hin und her schreitend darüber wie die fans seine freundin behandeln, dann springt er in den pool, zuerst zu einem köpfler ansetztend, dann aber doch ungelenk mit den füßen voraus (aufgew.)
(
#) ich verletze mich leicht an einem zeh, es ist mir eh unangenehm wegen so einer lappalie einen arzt aufzusuchen, aber der schlägt gleich vor, mich stationär aufzunehmen, es ist nur mehr frage, ob ein bett frei wird (
aufgew.)
(#) eine doku über tocotronic, sehr irritierende schnitte auf arne und jan, es ist dann auch die berühmte kolumnistin zu sehen, die eigentlich als roadie tätig ist und dafür bekannt, nur in negationen und aufzählungen zu sprechen. das tut sie aber jetzt gerade nicht und sagt einfach geradeheraus gitarrenheini zu einem gitarrenheini. später in berlin eine ubahnfahrt mit einer grande dame, nach dem bahnhof friedrichstraße steigen wir um in die so genannten kometenbahn, ich überlege schwarz zu fahren, weil was soll in begleitung der grande dame schon passieren, stemple dann aber doch ein ticket ab, und prompt kommen kontrolleure. später girls in einer wartehalle, und eine serie über zwei roommates, die das ritual haben, sich gegenseitig komplimente über ihre brüste zu machen, was für ein unsinn, denke ich (aufgew.)
(#) bei einem festival vor dem headliner auf einer art gallerie, während ich mir noch sorgen mache, weil am rand kein geländer ist, sehe ich, dass dort eine glaswand ist, l. bietet mir noch einen platz neben sich direkt in der ersten reihe an (aufgew.)
(#) r. macht die planung des festivals augenscheinlich direkt hier im hörsaal und schreibt auf der tafel mit, ich schlage neben drei leuten aus der schweiz friederike rieks vor (r. schreibt riekermann). bei der durchführung gehen viel zu viele leute viel zu eng gedrängt ohne masken die stufen rauf. später ein basketballspiel mit einem italiener, eine italienerin und e. (aufgew.)
(#) g. ruft mich äußert aufgebracht an: h. und er sollen auf die katze der nachbarin aufpassen, aber der katze geht es sehr schlecht. vor ort liegt die katze sehr träge am fernsehsessel, ich vermute, dass sie einfach durst hat, aber h. und g. trauen sich nicht ihr zu trinken zu geben, weil sie nicht wissen, was sie trinken darf und was nicht, das hat c. (die inzwischen die "besitzerin" der katze ist) auf einem zettel alles ausführlich aufgeschrieben (eigentlich für andere katzensitter:innen, h. und g. helfen nur gerade aus), aber sie wissen nicht mehr, wo dieser zettel ist. nach einem telefonat mit c. wird der zettel gefunden, die katze getränkt und gerettet und ich darf sie noch ausführlich streicheln (aufgew.)
(#) da auf einer insel mein pass abgelaufen ist, versuche ich mich über den wasserweg an land zu schleichen, wie so viele andere. im stiegenhaus eine kleine katze und ihr spielzeug; sie hat angst vor der größeren katze (aufgew.)
kurz vor dem auftritt versuche ich noch mein mobiltelefon mit einer komplexen konstruktion aus mehrmals gestückelten verlängerungskabeln und aufladegeräten sowie mehrfachsteckern zu laden, übersehe dabei fast die uhrzeit, muss ja noch ins kostüm und mich aufwärmen. backstage wie üblich chaos, mein kostüm überall verstreut, zudem ist l. nahe einer panikattacke, ich versuche sie zu beruhigen (aufgew.)
ich habe bardienst bei einer veranstaltung mit elektronischer tanzmusik und r. entlockt mir den o-ton dieser dubstep ist aktuell nicht so spannend wie eichhörnchen, ich lese dann gleich den zeitungsartikel, den r. geschrieben hat, er ist eh ganz ok nur hat r. alle quotes unten zusammengepackt und der letzte satz ist, dass er über den letzten act nichts mehr schreiben kann, da sein aufnahmegerät da vermutlich aufgrund von drogenkonsum nichts mehr aufgezeichnet hat. später kommt noch einer und lobt mein zitat im artikel und bestellt was. sonst ist wenig los, vermutliich und vernünftigerweise haben die leute halt doch angst wegen der seuche (aufgew.)
x. zeigt mir den rohschnitt der episode die rückwärtsnacht und die episode ist tatsächlich umgekehrt chronologisch geschnitten, aber gar nicht so schlimm (aufgew.)
wir versuchen halt doch in die sauna zu gehen, die saunawärtin erklärt genau alle neuen regelungen und es ist erwartungsgemäß halt alles nichts (aufgew.)
ich will in einer instagramstory die schriftart umstellen, aber es funktioniert irgendwie nicht. l. erklärt mir, dass an meiner alten windows-version liegt und zeigt mir, wie es zu beheben ist (aufgew.)
(#) dua lipa ist aus irgendeinem grund gecancelt, ich bin irgendwie eh erleichtert, jetzt muss ich mir das nicht auch noch alles anhören. dann mansplaine ich wem sehr, sehr lange, warum sean connery nicht so cool war und steigere mich sehr hinein (aufgew.)
ich will ein konzert organisieren, bei dem songs einer viel zu unbekannten jazzmusikerin gespielt werden, im kapuzinerkloster im sieglanger wäre dafür der ideale veranstaltungsraum, nach der wegbeschreibung finde ich auch dort hin und versuche einen mönch davon zu überzeugen aber die wollen nichts davon wissen. ich bin sehr erzürnt über deren kleingeist, zumal es ja nichtmal ums geld geht. beim aufhängen des plakats später bekomme ich die nachricht: die musikerin ist gerade gestorben (aufgew.)
beim camping im wohnzimmer hätte ich gar nicht so viele essensvorräte gebraucht, die saft- und nudelpackungen stapeln sich unangetastet, es gibt so viel günstige frische nahrungsmittel hier (wie neulich in der winzigen konditorei in berlin mit der steilen treppe mit c.). die üblichen troubles mit frühstück und unbekannten, aber dann ist es doch alles ok (aufgew.)
liveberichterstattung von der wahl im fernsehen: kalifornien ist einer der ersten fertig ausgezählten staaten, mit spannung schauen wir die karte an und da wird kalifornien gelb. das sind die liberals, mit denen hat irgendwie niemand gerechnet und jetzt haben sie knapp die mehrheit in ca und damit schaut es bundesweit natürlich ganz, ganz schlecht aus (aufgew.)