im ersten licht

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(#) das nachbarhaus wurde wohl besetzt, ärgerlich daran ist, dass es vor allem alte männer sind, die sehr viel alkohol trinken und dann sehr unberechenbar erscheinen, es folgen kurz die üblichen troubles mit reisen, übernachten im freien und dabei bloß nicht den pass verlieren, dann erklärt ein alter mann die gründe, prinzipien und ziele der besetzung, es ist nicht sehr verständlich, was er über revolutionen und steuern, mit denen die 1. klasse ihre kriege finanziert am beispiel von maria theresia sagen will, zum glück frägt dann j., warum franz i. stephan auf einem portrait zu seiner blauen krawatte einen weißen schnauzbart trägt, wo doch ein grauer farblich viel besser gepasst hätte, worauf ich ihm die farbsymbolik erklären kann und das ist dann schon viel besser, wir plaudern dann noch über maria theresias kinder, maria antoinette und marie valeria, genannt kedvezem, j. weiß als deutscher ja kaum etwas über sie. später radeln/gehen wir auf r.s rat hin einen steilen weg den berg hinauf, die wolken hängen nur hier am berghang, höher und in der vorgelagerten tiefebene scheint die sonne, oben angekommen ist an einem see ein verfallenes hotel, daneben ein renoviertes, auf der terrasse spielt ein orchester ein konzert, obwohl alle trachten tragen, spielen sie eigentlich recht schöne jazzige musik, dann an der kassa eines museums, a. reicht mir lei, um den eintritt zu bezahlen, das kombiticket ohne berggarten und noch etwas kostet 15 lei (mit wären es 17), später beim frühstück haben s. und m. bereits fertig gegessen und zünden sich zigaretten an, während wir noch essen, was wirklich sehr unangenehm ist (aufgew.)

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(#) wir sind in der geschichte, die es in dreifacher ausprägung gibt: als fantasy, als speculative fiction und als historischer roman, es geht dann darum, dass wir einen endgegner dazu bringen zu entscheiden, welche zutrifft und um mehrere ebenen (aufgew.)

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(#) ausflug zu dieser langgezogenen sandbank am fluss westlich der provinzstadt, der fluss ist dort so breit, dass es fast wie am meer wirkt. dann noch die üblichen troubles mit dem finden der perfekten badestelle und dann der rückfahrt und die neugestaltung des hauptplatzes von telfs (aufgew.)

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(#) l. und x. sind zu besuch, ich frage l., da sie nicht so wirkt, ob es ihr gut geht (merkwürdig genug, dass es mir auffällt und dass ich mich zu fragen traue), worauf sie erklärt, dass nicht, weil x. einen trailer für ihr neues gemeinsames projekt gemacht hat, in dem es als sein erstes 100%iges solostück bezeichnet wird. l. schneidet dann einen alternativen trailer (aufgew.)

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(#) es gibt eine neue zeitschrift, die irgendwie auch eine art veranstaltungsprogramm ist, jedenfalls lesen die jetzt alle oder blättern sie halt durch, am cover der ersten ausgabe ist ein foto von c., das h. gemacht hat, sie haben anscheinend eine ganze foto-serie (u.a. in omnibussen und mit zebras) gemacht, die c. mir zeigen will (aufgew.)

in einer pause kaufen wir in einem kiosk neben snacks auch zeitschriften, meine wahl wäre ein auf seriös/klassisch normcore-hipstermäßig gestyltes herrenmagazin, das in wahrheit nur fotos von ryan gosling enthält, aber ich kaufe es dann doch nicht, denn ich habe bereits eine ausgabe zuhause, m. sagt, sie möchte eine frauenzeitschrift, worauf die kioskangestellte ihr die wienerin empfiehlt, m. nimmt dann aber einfach eine cosmo, das ist ja auch nie ganz falsch. wir sitzen dann auf einer bank und irgendwie kommt das gespräch darauf, dass jetzt alle studierenden zum gardasee fahren, worauf c. sagt, wie cool, worauf ich antworte, die haben nur kein geld, worüber alle lachen, dabei war es doch maximal mittelwitzig, aber ich freue mich natürlich trotzdem darüber. dann noch die üblichen troubles mit vergessenen texten bei einer lesung (aufgew.)

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(#) bootsausflug mit meinen eltern bei gibraltar (das verdächtig nach der mündung des tejo aussieht), es ist die genau route zu planen und auf anraten des bootsführers wird es die äußere, obschon es stürmisch werden wird, dann noch die üblichen troubles, was ich einstecken (mobiltelefon etc.) und was ich in der tasche im privatkraftwagen (reisepass, geldtasche etc.) lassen soll (aufgew.)

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(#) bei willkommen österreich flieht stermann in einem einspieler vor dem ö1-proteststurm, der durch ein cgi-lego-ritterheer dargestellt wird, das ist ziemlich aufwändig produziert, irgendwie bin ich dann in der sendung und rede mit grissemann darüber, dass mir auch eine idee zum neuen ö1-sendeschema gekommen ist, anlässlich eines buchs, das wohl teil der studiodekoration ist, auf dem emil steht, verfällt grissemann in lobeshymen auf seinen gleichnamigen sohn, die rettung und der sinn seines lebens etc., ich stimme innerlich halbherzig zu. dann muss ich immer wieder passende fliesenbruchstücke nachkaufen und beschließe, gleich auf vorrat viele zu kaufen, habe aber sorge, dass an der kassa mein mitgebrachtes werkzeug und die als vorlage mitgeführten fliesenteile als diebesgut missverstanden werden, dann noch die üblichen troubles mit campingbussen und t. erzählt von ihren allmontäglichen saunabesuchen und ich sehe mir ein video an, das sie gepostet hat (aufgew.)

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(#) irgendwie hat es sich ergeben, dass wir bei einem musical mitmachen, wieso auch nicht, jedenfalls werden nach der premiere in einer art wordcloud in form einer ellipse am bühnenboden publikumsreaktionen eingeblendet, die alle durchgängig positiv sind, vor allem die szene mit l. und x., in der ich einfach irgendwas gesungen hatte, weil mir der songtext nicht mehr eingefallen ist (wir hatten sie aber auch nie geprobt), wird sehr gelobt. wir beschließen: ab jetzt machen wir nur mehr musicals, wenn das so leicht ist. vor der nächsten vorstellung sitze ich in einem gastgarten, trinke einen kaffee und instagrame das schild, das wie ein reserviert-schildchen am tisch steht und auf dem informierte kellner angepriesen werden (wird sind in italien). g. kommt hinzu und bestellt sich auch einen kaffee, der kellner bringt dazu zwei hervorragend aussehende schokorouladen und erklärt in phantasiedeutschitalienisch, die gebe es hier halt zum kaffee dazu, aber ich muss ja los zur vorstellung, wie schade. nach der vorstellung muss m., die regieassistenz macht, die schlechte botschaft überbringen: alle bekommen weniger honorar als ausgemacht, damit ein architekt/photograph, der ein freund der regisseurin ist, mehr geld bekommt. wir überlegen dann noch m.s rolle in einem anderen projekt, die erste idee ist sie wie damals t. in frischhaltefolie einzuwickeln, aber es ist auch nur eine erste idee, uns fällt bestimmt was besseres ein (aufgew.)

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(#) wirklich sehr schön anzusehen sind die arbeiter, die sich im zuge von deren sanierung von der u-bahn-brücke über den kanal abseilen, es ist wie ein tanz, das war ein sehr guter tipp, den i. geblogt hat. es wird dann aber, wie alles glück, in einem spezialbehälter aufbewahrt, der in eine zentrale gebracht wird, wo alles glück zwischengelagert wird, bis eine möglichkeit gefunden sein wird, eine verbindung zur wahren welt aufzubauen, in der das glück sinnvoller aufgehoben ist als in dieser unserer welt, die ja nur eine fälschung ist (dann noch die üblichen wirren gänge, unterirdischen höhlen und unbegreiflichen rituale). h. und g. haben dann eine kleine vorführung vorbereitet, und schön sind auch die fische in h.s neuem aquarium, dann sind w. und a. dran und dann folgen noch mehrere dramatische texte von x., die ich alle bereits kenne, aber auch sonst wäre das so zu lang gewesen. mit musikern, die der band kreisky sehr ähnlich sind, gehe ich dann ins gasthaus enz, wo wir aber nur einen tisch bekommen würden, wenn wir gleich etwas zum essen bestellten und die musiker wollen aber erst ein paar biere trinken, dann essen, während der daran anschließenden üblichen endlosen diskussionen sehe ich, dass r. fotos davon gepostet hat, wie sie den nachmittag genützt haben um zu dieser ostseebucht zu fahren, das ist ja nicht weit von hier, es waren nur viele algen um wasser, schreibt sie dazu (aufgew.)

das mal am handgelenk zeigt es: dieses schlangenwesen ist nun in mich gefahren und ich besitze seine superpowers und bin zugleich der zuvor besessene bub, die meerschweinchen, deren nester voller eier sind, bleiben immer genau am rand des hanges, weil sie sich dort sicherer fühlen (aufgew.)

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(#) ich bin erzherzogin marie valerie von österreich und sissi ist gerade gestorben, ich flehe meine älteren schwestern an, die unsere mutter ja gar nicht richtig gekannt haben, nicht so wie ich, ich falle vor ihnen auf die knie und sage: ich habe ja nur einen einzigen wunsch: dass sissi in ihren ungarischen schuhen begraben werde, ihren lieblingsschuhen, danach könnten sie alles machen, was sie wollten (aufgew.)

im dampfbad diskussion darüber, dass sie interfaces entwickeln müssen, mit denen digitale neuronale netze mit unseren unverständlichen biochemischen hirnen kommunizieren können, mir fällt das argument ein: warum sollten die das wollen bzw. wozu sollte das gut sein? (aufgew.)

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+ 00. es sind alle bereits viel zu verbittert und erschöpft
mauszfabrick - 4. Mai, 12:05
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mauszfabrick - 21. Apr, 16:16

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