weltschmerz light und im zitat

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(#) the carpet, too, is moving under you

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(#) women as lovers beim zweiten ernst gemeinten anlauf für doch recht gelungen befinden

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(#) listen von malo, wiesengrund, bunz, usermitmachlisten von coffeentv

eh, aber

(#)

Karl Fluch

* ADRIAN ORANGE & HER BAND (K-Records/Trost): Irrwitzig groovende Bastardmusik, der Freudenspender des Jahres!
* SHARON JONES & THE DAP KINGS - 100 Days 100 Nights (Soul Seduction) Soul aus 2007, der so tut, als wäre es nie 1967 geworden.
* LCD SOUNDSYSTEM - Sound Of Silver (DFA/EMI) Punk und New Wave paaren sich auf dem Dancefloor.
* THE SHINS - Wincing The Night Away (Sub Pop/Trost) US-Indie-Rock-Wunderkinder von erstaunlicher Beständigkeit.
* BEASTS OF BOURBON - Little Animals (Edel) Harte, grindige Männermusik - Comeback und Konzert des Jahres.
* BELL ETAGE - We Carried The Sunlight Down To The Day (Hoanzl) Österreichische Rockmusik mit unösterreichischem Horizont.
* SOLAL PRESENTS - Moonshine Sessions (Soul Seduction) Cohen Solal (Gotan Project) mit einem pipifeinen Country-Album.
* SOULSAVERS - It's Not How Far You Fall, It's The Way You Land (Edel) Götterstimme Mark Lanegan lädt zur atheistischen Gospelmesse.
* ANDY PALACIO & THE GARIFUNA COLLECTIVE - Wátina (Hoanzl) Verzaubernde Volksmusik aus dem groovy Zwergenstaat Belize.
* MAVIS STAPLE - We'll Never Turn Back (Anti/Edel) Politisch bewegter Soul mit Ry Cooder an der notenfaulen Klampfe.
* AMY WINEHOUSE - Back To Black (Universal) Schnapsflaschen- und Drogen-Soul - g'sund bleiben, alte Weinhütte!


Ronald Pohl

* THE FIERY FURNACES - Widow City (Rough Trade) Die Friedbergers tauchen Abzählverse in lieblichen Kinder-Progrock.
* EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN - Alles wieder offen (Indigo) Blixa "Goethe-Institut" Bargeld öffnet die Enklaven seines Herzens.
* MENOMENA - Friend and Foe (City Slang) Ehe der Pop kollabiert, bitten Nyman-Saxofone zum Synkopentanz!
* THE FALL - Reformation Post Tlc (Sanctuary) Mark E. "Grantscherben" Smith nörgelt um sein verknittertes Leben.
* PJ HARVEY - White Chalk (Island) Aubrey-Beardsley-Bardin beschwört das Verdämmern der Hoffnung.
* BEIRUT - The Flying Club Cup (4 AD) Seliger zerbröselt kein Baguette im Walzertakt des Akkordeons!
* LIARS (Mute) Grüßen unwirsch den 60er-Pop mit Klopfgeräuschen auf Metall.
* EDITORS - An End Has A Start (Rough Trade) Gewinnen das Match um die Ian-Curtis-Gedächtnismedaille.
* THE GOOD, THE BAD & THE QUEEN (EMI) Locken mit Vaudeville in die Ruinen der Multikulti-Gesellschaft.
* MAPS - We Can Create (Mute) Stubenhocker drückt "Shoegazer"-Pop durch die große Klangbrause.
* PETER HAMMILL - Singularity (Rough Trade) Außenseiter reflektiert gekonnt sperrig den Skandal des Todes.

Ljubisa Tosic

* ARCADI VOLODOS - Plays Liszt (SonyBMG) Tastendonnerer demonstriert einmal seine poetische Seite.
* ABBEY LINCOLN - Abbey Sings Abbey (Universal) Die alte Vokal-Dame besucht sich selbst. Schnörkellos und herb.
* JACKY TERRASSON - Mirror (EMI) Delikate Jazz-Momente pianistischer Einsamkeit.
* MSTISLAV ROSTROPOVICH - 80th Birthday Tribute (Deutsche Grammophon) Eine Acht-CDs-Erinnerung an den verstorbenen Meistercellisten.
* ANNETTE DASCH - Armida (SonyBMG) Furiose Vokalkunst und ein auch konzeptuell wertvolles Album.
* WOLFGANG PUSCHNIG - Things Change (Universal) Auf drei CDs ein neuer Beweis für tiefsinnige Vielseitigkeit.
* THOMAS QUASTHOFF - Watch What Happens (Universal) Überraschung: Klassikbariton als Jazz-Crooner. Schmalz mit Würde.
* FRANZ KOGLMANN - Nocturnal Walks (col legno) Haydn im Original plus Third-Stream-Paraphrasen der delikaten Art.
* MARC MURPHY - Love Is What Stays (Universal) Der Melancholiker ist auch hier ein Meister aller Jazzerzählungen.
* IAN BOSTRIDGE - Great Handel (EMI) Mit Intelligenz und Emotion durch die barocke Welt Händels.
* GLENN GOULD - zenph. re-performance (SonyBMG) Irr. Software spielt auf Klavier Goulds 1956-Goldberg-Variationen.


Christian Schachinger

* LCD SOUNDSYSTEM - Sound Of Silver (DFA/EMI) Disco, Rock, Nasenguti, eine Zeitmaschine zurück in die New Wave.
* M.I.A. - Kala (XL/Edel) Globaler Pop als den atemraubender Stilstaubsauger. Zukunft, jetzt!
* KREISKY - Kreisky (Wohnzimmer/Hoanzl) Die Rückkehr der schlechten Laune in den heimischen Rock.
* TOCOTRONIC - Kapitulation (Vertigo Be/Universal) Das bis dato beste Album der Hamburger Diskurs-Rock-Oldies.
* YEASAYER - All Hour Cymbals (We Are Free/Trost) Allerweltspop von New Yorker Weltbürgern. David Byrne now!
* SIGHTINGS - Through The Panama (Load Records/Import) Charmant sinistrer Troglodyten-Rock mit harten Noise-Einschüben.
* PHOSPHORESCENT - Pride (Dead Ocean/Import) Hymnischer US-Folkrock mit Hubert-von-Goisern-Chören. Ja, gell?!
* ANIMAL COLLECTIVE - Strawberry Jam (Domino/Edel) Psychedelik ohne Drogen. Seltsam? Aber so steht es geschrieben.
* VON SÜDENFED - Tromatic Reflexxions (Domino/Edel) Dies ist das Gesetz: Kein Jahr ohne Mark E. Smith!
* BENNI HEMM HEMM - Kajak (Morr/Soul Seduction) Ein isländischer Roy Black entdeckt den windschiefen Soul.
* BURIAL - Untrue (Hyperdub/Trost) Die Welt geht auf dem Dancefloor unter. No-Future-Dubstep.


Philipp L'Heritier

* PANDA BEAR - Person Pitch (Paw Tracks/Import) Abgebremste Beats und Beach-Boys-Harmonien, fulminant geschichtet.
* PANTHA DU PRINCE - This Bliss (Dial/Kompakt) Drei Farben: Schwarz. Schwermütiger Geister-House aus Hamburg.
* ANIMAL COLLECTIVE - Strawberry Jam (Domino/Edel) Nach Reisen durch Kosmos und Krautgärten nun großer, euphorischer Pop.
* ROBERT WYATT - Comicopera (Domino/Edel) Eine gebrochene Stimme, angejazzte Leichtigkeit, Avantgarde mit offenen Armen.
* LCD SOUNDSYSTEM - Sound of Silver (DFA/EMI) James Murphys Discokugel liefert die gültige Zusammenfassung von Pop 2007.
* FENNESZ SAKAMOTO - Cendre (Touch/Soul Seduction) Unterkühlt minimal, durch die Wolken brechen Sonnenstrahlen, wohliger Schauder.
* MATTHEW DEAR - Asa Breed (Ghostly International/Soul Seduction) Ein Techno-Posterboy auf der Suche nach Pop: hier grazil, da zum Tanz auffordernd.
* KATHY DIAMOND - Miss Diamond To You (Permanent Vacation/Soul Seduction) Schräg Diskoides mitsamt knackiger Produktion von Maurice Fulton.
* DEERHOOF - Friend Opportunity (Tomlab/Soul Seduction) Das US-Trio mixt im Farbtopf munter Bubblegum mit zappeligem Krach.
* THOMAS FEHLMANN - Honigpumpe (Kompakt) Lullt ein: Angenehm zähflüssiger Zeitlupen-Dub von der Semilegende.
* THE DIRTY PROJECTORS - Rise Above (Rough Trade) An Sophisto-Pop der Marke Prefab Sprout angelehnte Wundertüte im Lo-Fi-Gewand.


das beste dran: "das beste 2006" ist genau gleich

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(#) "you totally did know that that would happen /because you are a jerk who's too stupid and too greedy and too unmotivated to do anything else but still be the biggest / and still do what other people tell you to do"

(keine einzige platte für den listenwahnsinn07, keine, die so wichtig wäre. musik ist nicht mehr wichtig. buch aber auch keins. filme waren uns nie wichtig)

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(#) oder auch dinge wie: poster an den wänden oder nicht, pi und afx, davor noch smashing pumpkins, die neunziger des vergangenen jahrhunderts ganz allgemein (bricht ab)

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(#) moleskine-news: wie aufstehen, den plattenspielerarm ins schwärzeste schwarz legen, ihre hand auf meiner schulter spüren, denken: das bedeutet nicht mehr, als es schon selbst ist, das steht für nichts, ist kein zeichen. zeichen sind besser. darum geht es in meinem lieblingssong: they're stupid like i told you / stupid as the simple thought of ever thinking at all. dann ein diagramm, das die entwicklung meines gedankens veranschaulichen soll: zuerst diskursabkehr, die dann in dummheit und faulheit versackt und dann der gut gemeinte rat, wieder radikaler, zynischer und kälter und vor allem weniger glücklich zu werden, wie früher, dazwischen immer abkürzungsbuchstabentragende ereignisse, die verdeutlichen, warum sie den denkfluss wann genau stören. dann dazunotiert: völliger unsinn: geist/körper-trennung =phallokratischer humanismus. in krakelschrift übertragen von der meinecke-analyse-mitschrift: verwirrung deluxe: (drei anfangsbuchstaben, der redaktion bekannt).

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(#) stimmungen, in denen man ganz unbedingt sofort die nächste deppenapostrophkneipe nehmen muss

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(#) diffuses rumarbeiten, texte ganz verquer anlesen, ideen halb verfolgen, halb rumtreiben lassen. kirillow wieder gefunden, ganz vergessen, wie zentral der text ist, so befindlichkeitsdeckungsmäßig: achja, so war das damals. irgendwie ertappt beschämt gefühlt: und jetzt ist mir das alles auch egal. probleme in erzählung von sich selber: schaut man sich an und denkt, das passt doch aller gar nicht zu dir, du müßtest doch wie die figuren in dem text alleine, einsam, verzweifelt und wütend sein anstatt so. (dieses kippbildding: könnte man nächstes jahr beides erzählen: also der herbst06, das war eine scheißzeit, so viel dummen blödsinn, den ich längst schon wußte, habe ich da noch einmal gemacht. zu uncool zeit verschwendet. und: der herbst06, das war besser als alles zuvor, das glaubst du nicht. wäre beides gleich wahr oder so was ähnliches eben. wie m. gesagt hat, er hat noch so stills, wie ich mit c. damals auch die theorie entwickelt hatte, es wäre eben immer beides wahr, stills in denen etwas wirklich wahr und gewiss ist für den moment. oft morgens natürlich.)

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(#) und irgendwann erschien es ihnen, als erwachten sie immer wieder wie aus einem traum und alles erschien ihnen, als hätten sie es schon einmal haargenau so erlebt und sie schüttelten kurz den kopf, wie leute in sitcoms, wenn sie ein unangenehmes telefonat beendet haben, und dachten, es müsse an der gleichförmigkeit ihres alltags liegen, dass sie ab und an dieses dringliche gefühl hätten, dies alles sei schon einmal passiert und dann dauere dieses gefühl, gerade dadurch, dass sie dies zum erneuten mal dachten, immer genau den einen tick lang zu lang an, als dass-

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naja ich such nach vorwänden...
naja ich such nach vorwänden und die gibt es zu...
limevalley (anonym) - 2. Jul, 21:04
kurz reflexgedacht: das...
kurz reflexgedacht: das würde ich ja auch schätzen,...
assotsiationsklimbim - 2. Jul, 16:03
naja die tragik war nicht...
naja die tragik war nicht anders als mit humor zu ertragen....
assotsiationsklimbim - 2. Jul, 14:05

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