hassmaschinen

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(#) leserbrief, mutmaßlich zu 75% grund der nun endlich doch spexabokündigung: danke auch an die spex, dass die zeiten mit oberlangweilern wie dietmar dath als chefredakteur nun endgültig vorbei sind. wenn ich ein lexikon in romanform lesen wollte, dann könnte ich mir dessen bücher ja kaufen. will ich aber nicht. ich möchte lieber was von leuten lesen, die das, worüber sie schreiben, ernsthaft lieben und dann auch etwas davon erzählen können!

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(#) immer dieses hass-postings schreiben, löschen, wieder schreiben, löschen, wieder schreiben, doch noch löschen. besser doch nichts dagegen sagen, es könnte jemand lesen, vielleicht braucht man mal was etc. (abt: weblogging 2008)

edit: postings über liebe natürlich auch, veranstaltungsnews-postings natürlich auch, postings über etc.

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(#) nur weil ich grad dabei bin, mich auf kleinere hassausbrüche einzugrooven (warum auch nicht, mal was anderes, warum denn nicht auch mal auf die falschen, zu leichten, egalen gegner etc.), jedenfalls, man kann sich nur mehr wundern:

lesezeichen ist das quartalsmässig erscheinende magazin von litblogs.net. die autor/innen der 16 beitragenden blogs wählen hierzu jeweils selbst einen text aus. auf diese leise weise zeigt sich das eminente spektrum dessen, was das medium “blog” (literarisch) zu leisten vermag. stimmen und stimmungen, thesen und themen, poetiken und personen, expansionen, reduktionen - ein undogmatisches ensemble.

(nicht dass ich nicht einzelne der beitragenden autor/innen und/oder blogs eh ganz gut finde und gern mag etc., aber, man muss das schon mal genießen: das eminente spektrum dessen, was das medium “blog” (literarisch) zu leisten vermag, was auch immer ein eminentes spektrum ist, das medium "blog" vermag von mir aus vieles (literarisch) zu leisten, nur (und dazu braucht man jetzt gar keine gefühlten zehn jahre alten lotman-postings zu quoten) warum sich das gerade darin zeigen sollte, wo es als medium "blog" gar nicht mehr vorkommt etc.)

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(#) weil wir gerade davon reden: So bringt er [= der deutschsprachige Literaturvermittler] seine geliebte Literatur davor mit dem ganzen Waffenarsenal sorgfältig gepflegter Unkenntnis jedes Mal neu in Sicherheit, wenn es darum zu gehen hätte, Zusammenhänge herzustellen – hierzulande muss man weder einen Blick in Tzvetan Todorovs „Einführung in die phantastische Literatur“ noch in Farah Mendlesohns „Rhetorics of Fantasy“ geworfen haben, um von jeder Ahnung unbeschmutzt heraustrompeten zu dürfen, dass das ja doch alles Mist sei und überhaupt die ganze Richtung nicht passe. Wenn man hierzulande über Phantastik schreibt, ist gestattet, straflos alles durcheinanderzuschmeißen, was sich überhaupt verwechseln lässt; Jugendbücher anzugreifen, weil sie nicht erwachsen klingen, und Texte zu verhöhnen, deren Gehalt, Sprachkleid oder auch bloße Eigennamen-Ordnung man dem eigenen Publikum nicht einmal richtig wiedergeben kann, bevor man alle drei verflucht.

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(#) les.art gucken, zu allem anderen übel. in besserer tagesverfassung ist dieser pool an zynischem schwachsinn sicher sehr leicht zu ertragen, es macht ja auch alles fast gar nichts, dass über alles drübergefegt wird, dass dieter moor dieter moor ist. sven regeners hilfloses rumgefuchtel, sogar er sagt brav die erwartbaren sätze auf, die dieter moor nicht hören will. irgendwann sogar mitleid empfinden für radisch, weil die sich gar nicht auskennen kann, weil sie zu der ganzen scheiße irgendwas lesen muss, das reicht für einen 10 sekünder. trotzdem galle schlucken bei ihrer dathverhunzung, es macht schon gar keinen spaß mehr, alle fehler einzeln aufzuzählen, es wäre in besserer tagesverfassung auch ganz egal, dass da nicht einmal nicht ein wie auch immer gearteter diskurs über, zu, von, egal literatur (oder irgendwas) gehalten wird (wie auch, ist ja fernsehen), aber dieses zynische, durchgesessene nicht einmal nicht auseinandersetzen wollen (weil nicht mehr müssen) mit einfach allem dieser etc.

nach dem nachdenklichen beitrag zur nachdenklichen autorin mit migrantischem background und dem nachdenklichen beitrag zur holländischen nachdenklichen literatur im zeichen vom gescheiterten multikultimodell (wenigstens die türkei haben sie uns erspart, das kommt wohl nächste woche) der beitrag zum textstrom, hinterher werden die anwesenden dazu interviewt, äußern sich alle sehr wohlwollend, warum denn nicht, es schadet nichts, sollen die jungen leute halt machen. radischs expertinnenmeinung: literatur ist es nun eher nicht, aber bitte, warum auch nicht, lyrik soll gesprochen werden.

in besserer tagesverfassung sowieso spass daran gehabt, so neu ist es dann auch wieder nicht, dass die größte dummheit und faulheit genau an den mehrheitsorten der mehrheitsmenschen (danke, dd!) ist, und das ist eh irgendwie gut so, man sollte schon gar nichts mehr (und soundso überhaupt nie etwas) dagegen sagen, es bringt soundso nichts und am ende liest es noch wer etc.

gesunken in traumlosen schlaf, sicher geträumt von makroaufnahmen von suhrkamptiteln vor gewürzgärten und nachdenklichen mittvierzigern, die nachdenklichen grachten entlang spazieren und dazu ist ein nachdenklicher soundteppich aus nachdenklichem jazzpiano und dann sagen sie nachenkliche sätze, die anfangen mit literatur ist für mich immer auch etc.

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(#) es ist unfassbar: Anläßlich des Tages der Deutschen Einheit hat der ansonsten von uns hochgeschätzte Musikvideosender MTV auf seiner Internetseite unter der Überschrift "Heimatmelodien" (!) ein Voting für den besten deutschen Songtext ("Deutschland - Land der Dichter und Denker") gestartet. Auch unsere Gruppe, Tocotronic, ist dort mit dem Text zu dem Lied "Imitationen" vertreten. Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir nichts, aber auch gar nichts von unserer Teilnahme an dieser höchst zweifelhaften Aktion gewußt haben und wir auch nichts von solchen heimatduseligen Lyrikwettbewerben halten. Im Gegenteil: Eine solches Voting repräsentiert so ziemlich das genaue Gegenteil der von uns propagierten Inhalte. Dies nur mal so nebenbei. Viele Grüsse, Tocotronic

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(#) werde dir in diesem seminar deiner individuellen stärken
auf der basis deiner werteskala bewusst und lerne
deinen fokus auf ressourcen zu lenken, anstatt unfruchtbare
problemfelder zu beackern
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(#) fernsehwerbunggucken: irgendein telekommunikationskonzern klaut menschen machen fotos gegenseitig für eine handycamwerbung (eventuell sogar der selbe telekommunikationskonzern, der eine werbung dafür hat, dass die menschen fotos von sich beim von der brücke hüpfen in ihr blog hochladen). jetzt frägt sich natürlich, ob die 1.) (wohl zurecht) glauben, dass eh alle zu ignorant sind, um das bzw. die tieftraurige ironie davon zu bemerken und/oder, ob denen 2.) der song vielleicht sogar gehört etc.

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(#) how to recognize the future when it lands on you, in a historical town in upper bavaria (apropos: rural derivé müsste ich auch endlich mal etc.)

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(#) public viewing, flagge auf dem auto, werbung für bier und flatscreens, fanzonen, im tussiklamottenladen rote spaghettiträgerleibchen mit flagge und der aufschrift "halbzeitschnittchen". (s.a. comments, abt: jun08: entkrampfter nationalismus in ö. wenn es nicht gar so blöd wäre etc.)

termine


28.11. bps @bierstindl, ibk

6.12. poetry slam @hohenems

12.12. text ohne reiter @löwenhaus, ibk

19.12. bps @bierstindl, ibk

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kommentare

ach blödsinn. beziehungsweise...
ach blödsinn. beziehungsweise falsche zeitrichtung....
foxi (anonym) - 5. Dez, 01:11
ich arbeite grad dran....
ich arbeite grad dran. es geht um das, womit sich auch...
assotsiationsklimbim - 2. Dez, 11:35
hast du denn nun schon...
hast du denn nun schon ein thema? und welche deiner...
tantegert (anonym) - 2. Dez, 10:54

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