könnten menschen schnurren würde ich es jetzt tun obwohl so viele fragen noch offen sind und alles whirwind und ich ein schlechter mensch

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(#) mit c. darüber, ob es transspezifische tiergruppenbenennungen gibt und ob tiergruppennamen in den verschiedenen sprachen komponentialsemantisch, prototypensemantisch oder rein abriträr organisiert sind (und warum es mehr englische tiergruppennamen gibt) sowie darüber, dass der interessante fehler von sherlock darin liegt, dessen deduktionsphantasma in eine gegenwart zu verlegen, in der es allzu deutlich als eben das erscheint (das, und die entengang, und die geräusche, die sie machen)

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(#) ἔργα καὶ ἡμέραι
spät, aber: day one

top ten taten des herakles

10 pflücken der goldenen äpfel der hesperiden
09 tötung der neunköpfigen hydra
08 einfangen des erymanthischen ebers
07 ausrottung der stymphalischen vögel
06 heraufbringen des kerberos an die oberwelt
05 herbeischaffung des wehrgehänges der amazonenkönigin hippolyte
04 einfangen der kerynitischen hirschkuh
03 erlegung des nemëischen löwen
02 zähmung der menschenfressenden rosse des diomedes
01 ausmisten der rinderställe des augias

top ten heutzutage zeitgemäßere taten des herakles

10 stundenlanges händchenhalten ohne daumenkrieg
09 das haus vom nikolaus ohne absetzen zeichnen (und in der realität umsetzen)
08 aus fünf zufällig gewählten zutaten eine wohlschmeckende und sättigende mahlzeit zubereiten
07 die handlung von game of thrones season 1-2 fehlerfrei und doch unterhaltsam nacherzählen
06 aufzucht und pflege von jeweils zwei tomaten- und paprikapflanzen am balkon (gelassenheit bei schicksalsschlägen in form von wetterkapriolen oder verlangen von bloody maries durch spätabendliche gäste)
05 mit gleichmut eine langzeitwette verlieren
04 über monate hinweg den kontakt zu einer geliebten person nur per durchliken halten (mögliche light-variante: per inhaltsleeren flirt-sms)
03 ein schere-stein-papier best of seven series turnier gewinnen
02 schleichertanzen mit einer begehrten/geliebten person seiner wahl zu with or without you und es mehr genießen als ich
01 sein urteilsvermögen vollkommen auflösen

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(#) wir wollen eine nahwelt bauen

Wir wollen eine Nahwelt bauen

wir sind noch gar nicht fertig, haben aber jetzt schon alles drin, was es braucht: musik, tanz, streit und brandreden, und ganz viel liebe. es würde mir viel bedeuten, wenn ihr da alle kommen würdet. denn ich sage ja immer: eine kommende nahwelt wird inklusiv sein, oder sie wird nicht sein. die ganzen details sind z.b. hier nachzulesen

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(#) wie schon 2011 (und von dort bei bedarf weiter- bzw. zurückklicken bis 2005) nur eine liste der 2012er-listen

(und wenn es irgendetwas war, dann war 2012 für mich jetzt endlich auch das wirklich endgültige lösen von allem verbindlichen, das diese listen früher mal hatten oder zumindest so taten als ob und sogar das ist vollkommen normal und egal geworden: dass es egal ist, welche streams oder circles oder likes oder alben oder texte oder katzen irgendwer für relevant oder die besten hält, außer eben die, die für die relevant sind, für die sie relevant sind. das abgeben von kontrolle. das (wieder-)finden von so viel gutem und schlechtem, das ganz viele sich ganz einfach lösen und zusammenfallen wie eine sehr windschiefe, erleuchtete holzkonstruktion. nicht zuletzt, dass es hier wieder weitergeht. der satz: ich habe den ganzen kleinkram so satt. der satz: alles ist genau so ok, wie es ist.)

(und endlich überhaupt nicht mehr und immer noch total das gefühl einer merkwürdigen, nur so halb gültigen zwischenzeit. und endlich ganz genau und überhaupt nicht mehr wissen, was der ganze kleinkram eigentlich überhaupt ist. die plötzliche klarheit darüber, was kleinkram ist und was nicht und dass alles, was uns umgibt, von kleinkram verschmutzt ist durch die böse maschine, die uns umgibt und wie wir gegen die ohne kleinkram leben könnten, alles klar und alles offen. aber das ist relevant soundso nur für die, für die es relevant ist, und das habt ihr hier soundso mitgelesen und mitgelebt, im furchtbarsten besten jahr aller zeiten. und davon handeln wir. danke dafür auch.)

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(#) the ethical slut

the ethical slut

die größte stärke ist naturgemäß auch die größte schwäche: die selbstverständlich kreuzsympatische und konsequentest durchgehaltene nicht-normativität in allen belangen (natürlich recht eigentlich die einzig haltbare position) läuft eben zwangsläufig hinaus auf ein vages "es ist natürlich alles irgendwie ok und es sollten die leute halt alle irgendwie aufeinander schauen" und gibt so eben kaum antworten auf fragen wie: was also tun? was das buch aber dank einer gewissen unterkomplexität gibt, ist zeit zum nachdenken und vielleicht doch ein bis zwei tipps und gedanken (vergleichs/singularitäts- und scarcity/abundance-logiken in diesen angelegenheiten), die wir uns so oder so ähnlich alle auch schon mal gedacht haben, von denen es aber trotzdem nicht schadet, sie mal so amtlich lesen zu können. ich mochte auch sehr diesen ungemein (und mir fällt kein besseres wort ein) loving-igen ton, der sogar die eine oder andere leichte angehippietheit der autorinnen vergessen macht, sodass man die beiden mit der zeit irgendwie richtig lieb bekommt. dank der mit der praxisnahen und mainstream(tm)tauglichen ausrichtung eingekauften theorieschwäche könnte man zwar auch sagen, unser alter luhmann und die einschlägigen popsongs reichten uns auch, um das alles zu verstehen und insgesamt stellt sich natürlich ein bisschen die frage, ob der erkenntnisgewinn nicht ungefähr gleich groß wäre, wenn man die zeit, die man für die lektüre braucht, an die wand starrte und frei nachdächte, aber das würde ja niemand wirklich machen, insofern ist die lektüre von the ethical slut wohl allen anzuraten, die darüber nachdenken wollen, wie sie leben wollen (und ich würde mir recht eigentlich wünschen, dass es alle längst getan hätten, um dann abgekürzte argumente als gemeinsame diskussionsgrundlage benützen zu können: wie dossie und janet im 3. kapitel ja sagen...). es wird zwar rein praktisch nichts einfacher machen, aber wir sind ja nicht hier, weil es einfach ist. und ganz davon abgesehen möchte ich auch die rezeptionserfahrung (grundsätzlich könnte ich mir vorstellen, dass das buch auch funktioniert zum funktionalen immerwiederlesen, also ungefähr so wie man wittgenstein immer wieder liest um sich auf einen bestimmten schreibstil einzugrooven) nicht missen, im sommer in bochum in dieser irren hitze im botanischen garten zu sitzen und the ethical slut zu lesen und eine eigene geschichte aus reiner potentialität sammelt und stapelt sich von selbst herum um mich.

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(#) dass der ordner mit den fotos von diesem in vielerlei hinsicht besten frühsommer aller zeiten, den durchzuschauen ich immer noch nicht dazugekommen bin, doch tatsächlich mai, juni, juli heißt

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(#) für den beginn der einschlägigen forschungsarbeiten hartnäckig mich verfolgende, von s. beim flussbaden aufgeworfene frage bei der erstellung der liste top ten beste zeitvertreibe(1): ist die mögliche dauer/wiederholbarkeit in kurzen abständen relevant für die reihung?(2) (argument: bier trinken über sehr viele stunden hinweg möglich, kaffeetrinken oder geschlechtsverkehr nicht, darum bier trinken nummer eins). die weiteren kandidaten, ohne reihung:

* distanziert sein/nachdenken
* eng/schleichertanz
* baden
* lieben/verliebt sein
* tiere/pflanzen/musikvideos anschauen
* schmusen/küssen
* lesen/schreiben (eigentlich nicht)
* sachen gut finden/begeistert sein

(1) genauer titel: top ten beste zeitvertreibe bzw. was ich nach selbsteinschätzung gut und gerne mache, wobei sich gut nicht relativ zu den fähigkeiten anderer menschen versteht, sondern relativ zu anderen zeitvertreiben

(2) weiters interessant: ist die möglichkeit von multitasking relevant?

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(#) top ten meiner epiphanien in letzter zeit, um nicht gleich zu sagen: seither (ein erster entwurf, für den beginn der einschlägigen forschungsarbeiten)

Bild 012

(es ist ein weit verbreiteter irrglaube, dass im einem zustand der erleuchtung keine weiteren relevanten erkenntnisse mehr stattfinden)


10 dass am wichtigsten immer noch ausgehen ist, schon allein um während konzerten nachdenken zu können. und dass dieser ganze uncoolness coolness oder wie man sich fühlt und wie man so drauf sein muss scheiß und und das ganze lernen und machen von geheimcodes, das in den letzten jahren so egal geworden ist, doch immerhin eines ist: schön anzuschauen. etwas das man vollständig verstehen kann und nie irgendwas davon versteht und immer viel zu spät.
09 dass jetzt ein guter zeitpunkt wäre zu denken, dass ich das nicht mehr so wahrnehmen sollte: ich übe noch, ich lebe noch nicht richtig, sondern dass das auch ganz anders und gut klingen kann: this is it.
08 dass ich unbedingt eine band oder jugendbewegung oder nahwelt oder irgendwelche leute, mit denen ich uniformiert durch die straßen rennen kann haben muss (und dass ich das alles doch eh schon habe)
07 dass weltweit und zu allen zeiten die, die zu früh zu tanzen anfangen, genau gleich ausschauen. wahrscheinlich sind es sogar die gleichen und die werden von der zu-früh-tanz-innung bereitgestellt und hinterher dann wieder zurück in die aufbewahrungselemente.
06 den satz, den die viel zu jungen mädchen zueinander gesagt haben: wir hätten ein trinkspiel spielen müssen und wie unterkomplex deren empfindungstechnik ist: zu wollen, dass sie sich abschleppen lassen wollen. viel komplexer kriegen wir das trotz aller reflexionsebenen auch nicht mehr hin.
05 schwarze soulsängerinnen, warum identifiziere ich mich eigentlich so stark mit ihnen? dazu sind sie zwar da, aber das ist doch keine erklärung
04 dass ich gern ein sms schreiben würde mit dem inhalt: dein leistungsperspektivisches denken ist der situation ebensowenig angemessen wie mein reflexionsperspektivisches denken, denn worüber wir wirklich nachdenken müssen, ist die funktion und die beteiligten personen oder ich bin betrunken und möchte mit dir ins bett
03 dass ich mir für mein weiteres denken und fühlen, wahrnehmen und handeln unbedingt nur mehr willow zum vorbild machen muss, vor allen dingen ihre wichtigste eigenschaft: ihre maßlosigkeit im denken und fühlen, wahrnehmen und handeln (und etwas, das sie selbst vielleicht gar nicht weiß, obwohl wir es von ihr gelernt haben: dass das alles das selbe ist. ihre magic ist technik und liebe, sie macht sich selbst größer als sie selbst und das kann sie genau deswegen, weil sie so maßlos fühlt). man muss jedenfalls unbedingt wie willow sein, so viel ist klar.
02 dass das keine metaphern, sondern tatsachen sind: oh, you are the roots that sleep beneath my feet and hold the earth in place und dass wir beide schatten sind
01 das gefühl vor der glasschiebetür: glasschiebetür! symbol! metapher! keine ahnung, was jetzt kommt, aber dass ich das wieder machen kann und will

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(#) der nachteil: morrissey, der sänger der missgünstigen, eifersüchtigen, selbsthassenden immer irgendwie danebensteher macht keine freude mehr.

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(#) man muss nur die stellen kennen, folge 001: "Wie schwer eine solche Abhebung der Liebe aus dem Alltag gerade bei Intensität des Gefühls und Konkretheit der in ihm sich konstituierenden Weltsicht durchzuhalten ist, läßt sich an der Verbreitung von Eifersucht ablesen, der genau dies mißlingt." (S.50f)

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irgendwann mitten in der fahnenkorrektur habe ich diesen...
mauszfabrick - 11. Aug, 12:56

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