...

(#) kennt zwar eh schon jede/r und also auf die gefahr hin, dass es nervt, aber das liegt mir wirklich am herzen, vielleicht hat ja wer was dazu zu sagen:

vomp-zwischen-den-laermschutzwaenden (pdf, 13 KB)
taratorka (Gast) - 7. Nov, 16:38

ich kenn's nicht. wenn das von dir ist, ist die frage, was deine meinung übers lyrik-schreiben geändert hat. oder redest du dich da auf songtext raus (lyrics, sozusagen)? bin verwirrt: auf welche fragen hättest du diesbezüglich lust, etwas gesagt zu bekommen?

assotsiationsklimbim - 12. Nov, 22:22

es ist von mir. meine meinung geändert hat unter anderem der schrott und irgendwie auch das sprachsalz (nicht die lesungen, das wäre jetzt aber zu ausufernd, das genau zu erklären, es waren verschiedene überlegungen, die zu dem zeitpunkt von mehreren orten aus angetriggert zusammenliefen). ein songtext ist das nicht, gedacht ist es als mein erster ernsthafter versuch, lyrik zu schreiben. meine frage ist dann eben: ist das nun lyrik? ist das was, von dem aus man weiterarbeiten kann oder geht das in eine völlig falsche richtung?
euka-pirates - 9. Nov, 21:25

spontan:
auf jeden fall alles andere als lebendig tot und daher nicht lastfmerschiessungskommandogefährdet

dann noch:
1. finde taratorkische frage gut, weil es sich sonst in x richtungen herumphilosofieren liesse
2. bin (im tanz-, wie im stolpersinne) am ehesten rhythmisch gestrauchelt. oder anders: da hätt ich spontan die meisten fragen zu
3. deine meinung zum lyrikschreiben: gern mal hören
4. ist das lyrik?
5. ich kannte es auch noch nicht, ach ja und
6. auf die gefahr hin, mich als absolut out zu outen: what, the f*, is vomp?


zusammenfassend: viel rotgoldenes licht. und dieser ganze lärm. wachsein ist der ort der orte - lust um die häuser zu ziehen.

assotsiationsklimbim - 12. Nov, 22:33

ad 2.) rhythmisch: ja. das soll möglichst unrhythmisch sein. das muss so sein wegen antwort auf 3.

ad 3.) ich habe lyrik früher immer gehasst und abgelehnt, aus meinem grundunbehagen aller hochkultur (oder genauer gesagt: aller emphatisch so genannten literatur) gegenüber. ich fand, das sei der versuch, mehr mit sprache machen zu wollen, als sie kann und stand für mich für das verkommenste und langweiligste und weltabgewandteste der art literatur, die ich eben entscheiden nicht mochte. für mich war das alles esoterischer literaturhausscheiß und erkenntnishinderliches befindlichkeitsrumgetue. da müßte ich jetzt ganz weit ausholen, um das alles genau zu erklären, aber vielleicht kann man das so andeutungsweise auch verstehen. die erste lyrik, die ich mochte war dann dada oder schwitters arbeit, dann ginsberg. in etwa so habe ich mir meinen kleinen text auch gedacht, nur ist das halt blöd, das selber explizit zu erklären, ich wollte ja wissen, was andere menschen damit eben anfangen können oder auch nicht.

ad. 4) sag du es mir

ad 6.) vomp muss man nicht kennen, das ist ein kleines dorf in österreich, wo ich im sommer gearbeitet habe. eben da habe ich das "geschrieben" (im kopf übrigens, war kein pc da)
euka-pirates - 13. Nov, 00:20

rhythmisch - arhythmisch - unrhythmisch - antirhythmisch:

das hat ALLES was mit rhythmus zu tun. deswegen schrieb ich auch "im tanz-, wie im stolpersinne gestrauchelt". Straucheln also durchaus im Sinne von nicht eins-zwei-drei-zwei-zwei-drei usw.

meine frage wäre halt: egal ob es nun rundlaufen soll oder eben gerade nicht: vermittelt sich das? mir? kann ich einsteigen in deine brüche?

muß mir das nochmal durchlesen. bin grad voll drüber und bin ab morgen ne woche auf lesereise in germanien. wenn ich's schaffe, meld ich mich deswegen von unterwegs. kann aber sein, daß es erst nach dem we wird.

meine frage ob das lyrik ist, war falsch formuliert, ich meinte: ist es dir lyrik?

prosagedicht hab ich spontan gedacht, was aber ein gefährlicher ort ist, weil... das führt meinem übermüdeten kopf jetzt zu weit. melde mich dazu: versprochen!

euka-pirates - 4. Dez, 15:20

also, hier ein versuch:

die frage war, ob das lyrik ist. gingen wir nach der dirac von dath in den mund gelegten definition, ist vomp zwischen den lärmschutzwänden eindeutig dichtung/lyrik, here you go:

in der physik versuchen wir, etwas, was vorher niemand gewußt hat, mit zeichen zu sagen, die jeder versteht. in der dichtung ist es genau umgekehrt.

:-)

allerdings muß ich sagen, daß ich dieser definition natürlich kein bißchen zustimmen kann. tatsächlich ist sie wohl auch eher ironisch-sarkatstisch gemeint - im buch meine ich - und kommt an der stelle genial rüber, weil es sicher vielen leuten genau so geht mit dichtung/lyrik - mir jedenfalls schon mal öftenstens.

ich glaube, ich hake noch ziemlich an deiner rhythmusabwehr. haken im sinne von nicht verstehen, was sie bedeutet. zb celan - oder ist das für dich keine lyrik? - das ist rhythmisch (ohne rumtarumtarumta zu machen), verklausuliert-symbolisch, aber (antidirac) durchaus verständlich, zumindest wenn man lust am weben von gedankennetzwerken hat. und, das sagte ich schon, ein brechen oder vermeiden von rhythmus ist im grunde nur wie ne krebsumkehrung: damit ist der rhythmus ja immanent vorhanden, inklusive, mit drin. das würd ich wirklich gern verstehen, was du dazu im sinn hast.

hab festgestellt, das ich keine rechte "definition" für dichtung hab. eher so bits and pieces und kann eher sagen, was irgendwie reinfällt, was nicht.

für vomp als lyrik spricht, jetzt mal bitsandpiecig und sozusagen sehr privatim, in meinen augen, daß es mit wirklich starken bildern arbeitet, die auch bleiben. also die bleiben in mir drin und arbeiten da. das ist richtig gut. auch die verknappten "klugheiten" oder messages oder so (hört sich alles blöd an, ist nicht blöd gemeint) wie zum bsp. "es ist besser zu gleißen als auszuglimmen" usw. gehen für mich stark in richtung dichtung. auch wenn sie hier sehr explizit auftauchen, das kann ja u.u. durchaus legitim sein.

aber aneinanderreihungen von starken bildern und sätzen macht noch lange keine dichtung aus für mich. auch die tatsache der verklausulierung (= inhalt erschließt sich nicht direkt), tut es nicht einfach so. ích muß in einen konflikt geraten können oder - etwas langweiliger - in einen konsens. dh ich muß irgendeine idee davon bekommen, worum es dir geht - natürlich vermittels, aber eben auch TROTZ der bilder. das finde ich bei vomp, ehrlich gesagt, nicht wirklich einfach.

ist dir übrigens bewußt, daß du einen richtigen dicken reim drin hast, noch dazu einen in perfektem rhythmus? ich meine, ist das absicht? nee, oder?

also, das ist jetzt alles ein bißchen verworren, egal. ich hatte ja schon gesagt, daß mir prosagedicht eingefallen ist dazu. aber das trifft es auch nicht richtig. hast du mal zsuzsanna ghaze gelesen oder farhad showghi? wobei ich letzteren nicht so stark finde.

ich glaube, meine irritation kommt hauptsächlich daher, daß mir bei diesem text die form zum inhalt nicht einleuchtet. ich hab mir das mal als fließtext montiert. liest sich für mich überhaupt nicht anders, verändert sich nicht, mutiert nicht zu was anderem. aber das müßte doch einleuchten: warum die form?

na - war ein versuch. vielleicht kann ich's noch besser. erstmal das jetzt...

assotsiationsklimbim - 4. Dez, 22:06

pff ganz schön langer versuch, vielen dank jedenfalls für die auseinandersetzung mit meinem kleinen textchen, ich werde da jetzt nur kurz und unstrukturiert drauf antworten können:

auf rhythmus habe ich da schlicht überhaupt nicht geachtet, das stimmt zwar irgendwie auch, dass kein rhythmus auch wieder eine rhythmus-aussage ist, aber das hat mich in dem fall nicht interessiert, da ging es mehr um konzeptuelle überlegungen. es ist ja auch zum lesen, nicht zum sprechen. die bilder / messages / whatever die du meinst, sind eben alles (z.t. absichtlich falsch übersetzte) zitate, oder um genau zu sein, das ganze "gedicht" besteht nur aus zitaten, wobei das im zweiten teil insofern aufgeweicht ist, dass auch dinge, die ich nur mal wo gehört habe, als zitate gelten. interessiert hat mich, was aus den formelhaften zitaten noch an restbedeutung herausholbar ist, wenn man sie so verdrehend anordnet, also ob diese billige grundmetaphern feuer - hingabe dadurch noch etwas sagen kann, was jeder versteht. der gewissermaßen "witz" dran ist für mich, dass das (zumindest für mich, der ich die originalkontexte kenne) auch fast wieder wie so was wie erzählende lyrik (prosagedicht eben) gelesen werden kann, das wäre dann der konsens trotz der bilder, die eben keine sind in dem fall. der reim ist eingeschleppt aber das zu ändern hätte es zu sehr verkünstelt, das wollte ich dann auch wieder nicht. jedenfalls fand ich das intuitiv gut, dass man so ganz hinter den verwendeten textbrocken durchtauchen kann im text und am ende dann (zumindest für mich) eben schon die summe mehr als blabla, weil sich die zitate gegenseitig so umcodieren und auf verschiedenen assoziationsebenen sich verschieden verknüpfen oder auch nicht. dass die ganzen effekte wegfallen, wenn man da gar nichts kennt, hätte ich mir denken können, habe aber gedacht, man kennt das alles allgemein eh oder zumindest irgendwas davon, so dass man von daher das versteht. fast fühl ich mich schäbig da nichts dazugesagt zu haben, aber man denkt halt einfach nie dran, dass die anderen von völlig anderen voraussetzungen ausgehen.
euka-pirates - 5. Dez, 09:40

aha, so so...
das vorher zu wissen, wär natürlich in der tat günstiger gewesen. macht sinn, übrigens, wenn man den text SO (also quasi zurückübersetzt) liesst, hat dann richtig was lustiges. ändert aber an nichts von dem, was ich oben geschrieben habe, sprich: für lyrik halte ich das immer noch nicht.

das mit dem rhythmus bezog sich auf deinen punkt 3 vom 12.11 oben.

und schäbig? das klingt ja fast, als wäre das irgendwie was persönliches.

ist immer ein bißchen unangenehm, wenn man sich dabei ertappt, wie man sich und die welt gleichgesetzt hat. aber wegen mir brauchst du dich deshalb nicht schäbig zu fühlen. kommt halt mal vor.

assotsiationsklimbim - 5. Dez, 21:52

ok dann ersetzen wir schäbig durch unangenehm.

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