vorbereitungen für einen scifi-roman

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(#) jessica jones: alles eh, aber (inhaltistische nörgelei warning): irgendwo ist gestanden, dass das so realistisch ist trotz fantasy-elementen und es war als lob gemeint und ich hätte das früher™ auch als lob aufgefasst, aber (noch nicht einmal darum geht es, aber): misogyne narzistische männer, die schöne weiße und größtenteils reiche frauen davon abhalten, in ruhe ihren eigenen kram zu tun und dank dieses abgehalten werdens nie dazu kommen am großen ganzen übel was zu ändern (und sage mir niemand, dafür stünde kilgrave), ist mir irgendwie dann doch zu viel verlängerung der arbeit nach dem feierabend. (und: sex findet 2015 immer noch ausschließlich mit heterosexuellen normschönen paaren statt, indem bei penis-vaginalem verkehr beide zugleich orgasmieren) (und: besonders blöd ist doch auch kilgraves vertrauens-dilemma, wonach er nie weiß, ob die leute etwas freiwillig tun (obwohl er seine power doch eh abschalten kann?): das weiß immer nie irgendwer, so ist kommunikation halt und deshalb wurde vertrauen erfunden: wieder was, das zu platt ist, um den namen metapher zu verdienen (aber das ist wie gesagt alles inhaltistische nörgerlei und etwas gegen etwas sagen ist sowieso längst vorbei etc.))

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(#) top ten radieschenprinzessinnen

10 jessica purner (2013)
09 romana purner (2009)
08 tara giner (2011)
07 ramona purner (2011)
06 sara purner (2005)
05 sarah giner (2004)
04 julia giner (2001)
03 jasmin purner (2007)
02 annemarie giner (2010)
01 theresa giner (2014)

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(#) the radish princess: notizen für ein treatment

die familien giner und purner sind verfeindet, was sich im alljährlichen wettstreit darum niederschlägt, welche familie die radieschenprinzessin stellt. es kommen also wieder zwei töchter der jeweiligen familien ins radieschenprinzessinnenfähige alter, aber womit niemand gerechnet hat: sie verlieben sich im zuge des vorausscheidungsprozederes zur radieschenprinzessin ineinander, was natürlich nicht sein darf, weil familienfehde. die liebe wird durch ihre unmöglichkeit natürlich nur angeheizt, ein romeo-und-juliet-ende zeichnet sich bereits ab, bei diversen gewalttätigen auseinandersetzungen wird die bevölkerung dezimiert, da beschließe ich, noch in unkenntnis der verworrenen lage im dorf, ebenfalls als radieschenprinzessin zu kandidieren. es sind viele intrigen und abenteuer erforderlich, aber ich schaffe es natürlich, radieschenprinzessin zu werden, übrigens die erste radieschenprinzessin, die nicht aus den familien giner bzw. purner stammt. so können beide familien ihr gesicht wahren, was in wahrheit auch der einzige grund ist, weswegen ich es geworden bin, aber was des guten noch mehr ist: beide radieschenprinzessinnen verlieben sich natürlich schlagartig auch ineinander und in mich und vice versa.

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(#) quell großer freude ist im übrigen schimmernder dunst über coby county

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(#) außerdem propagiert die gruppe aufbau des fan- und kompetenzzentrums whedon studies österreich west den erwerb der nun endlich erschienen publikation "horror als alltag".

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(#) fünf aspekte, die ich an avatar doch interessant finde:

(1) die metafiktional (etc.) deutbare paralle avatar-mensch und motion capture-schauspieler (inklusive genereller freude über digitales als solche abseits des geisterbahn-3d-effekts)

(2) die (augenscheinlich bereits existenten) robocop-anzüge haben schon bei matrix genervt und nerven hier wieder (ebenso wie die überzähligen gliedmaßen der geoanimomorphen alien-tiere), aber was will man machen

(3) die tendenz im expanded universe von der narration zurück zur taxonomie zu wollen (kann nicht nur am zaster liegen, der in der großenordnung halt durch merchs wieder reinkommen muss, sondern sagt vielleicht irgendwas darüber, dass aus sicht von blockbustern/medienmythen narration generell als welterklärungsdenkmuster nicht mehr so beruhigend ordentlich ist wie eine richtige (i.e. wissenschaftliche) ordnung); generell diese ambig anti-rationale, anti-grundlagenwissenschafts- aber pro-naturmystik- und pro-technik-haltung in der zugleich völlig blödsinnigen und stereotypen (originalität findet hier eh nur auf der ebene statt von: wie ist die blockbuster-standardhandlung nun umgesetzt (dazu kann man nur sagen: es dauert zu lange bis zum showdownfight, der wiederum zu kurz ist)) diegese)

(4) der im ansatz interessante gedanke wie er freilich in formeln wie die abschaffung der arten und wir verlassen die erde viel besser formuliert ist: gerade als humanist/innen müssen wir mehr als menschen wollen

(5) die handlung ist blödsinnig und stereotyp genug (allein diese saubere trennung der welten), um währenddessen über anderes nachzudenken. der film hat das zeug zum klassiker.

offene frage: kommen im sequel einfach die nächsten menschen wieder (im grunde der selbe film nochmal) oder werden die aliens ihrerseits invasiv (neuer konflikt wo anders, aber doch ähnlich) oder wird intern ein neuer konflikt entwickelt (welcher?). (wäre andererseits lösbar durch ein prequel)

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(#) noch durchzudenken: 17-seitiges spexspecial über dylan (vgl. schwitters dylan-rezeption), konzentration auf dessen rollen, these, dass pop eben durch das verschmelzen einer starpersona (gern auch projektion des menschen dahinter) mit deren arbeit/werk entsteht, bei dylan natürlich immer an der stimme aufgehängt. außerdem (und dazu gehörend) das gute laune machende interview mit phantom/ghost bzw. dvls prätentiöser hang zum quatsch in der letzten zeit generell:

unsere mittel sind begrenzt, aber nicht unsere ziele. alles, was wir haben, sind ein klavier, gesang und ein paar pompöse gesten - nicht mehr, aber auch nicht weniger. zu konzerten reisen wir mittlerweile mit leichtem gepäck. der flügel für thies steht vor ort, wir brauchen nur noch unsere herrenhandtäschen mitzunehmen - das nenne ich eine wirklich sehr leichte brigade. [...] wir wollten auf eine schrullige art forschen. und forschung schließt eben die möglichkeit des scheiterns mit ein. phantom ghost muss grundsätzlich schmierenkomödie sein. [...] bloß kein method acting! immer schön übertreiben und wild herumfuchteln. dilettanten sind wir, knallchargen, hochstapler

vgl. rocko schamoni in der sz: schlechte hochstapler oder künstler sind oft deshalb schlecht, weil sie von sich ungenaue bilder entwerfen. interessante künstler tun das auch, aber diese ungenauen bilder zeichnet ein geplantes flimmern aus.

termine

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