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(#) schwimmen im hallenbad, die üblichen verwinkelten treppen, gänge und raucherkammerln, vorher im freien, im fluss war es besser und nun wird es auch noch zunehmend voller, c. will noch ins große becken, aber da die leute so böse schauen, nur weil wir vollkommen nackt sind, ist mir das irgendwie unangenehm, dann besuche ich c. in wien und habe die allergrößte freude daran, mit deren kind zu spielen und finde es überhaupt unfassbar großartig. zurück in berlin gehen wir zuerst zu dieser augenscheinlich sehr schlecht organisierten literaturveranstaltung mit k., es findet in einer bar statt und die leute sind eigentlich alle ausgesprochen freundlich und bewirten uns an einem biertisch auf der straße, aber dann ist die musik zu leise und der ablauf vollkommen unklar und publikum scheint auch keines zu kommen oder nur sehr viel später, sodass k. beschließt, noch einmal nach hause zu gehen, bevor das hier anfängt, denn das muss sie sich nicht antun, sie ist wohl auch gar nicht richtig sauer, da die leute wie gesagt wirklich geradezu hervorragend nett und bemüht sind, aber eben doch genervt, weil das alles so haarsträubend unprofessionell ist und solche abende kennt man ja schon ausreichend. wir beschließen dann in den gastgarten zu übersiedeln und dort ist einerseits das problem, dass c. sauer ist, weil sie die ganze zeit auf unsere beiden kinder aufpassen muss und andererseits, dass ich neben s. zu sitzen komme, der mir von seiner neu entdeckten poetry-slam-begeisterung berichtet, die von einem mit seiner familie besuchten poetry slam im mannheim stammt (wo ich eigentlich auch hätte sein sollen, aber das übliche spiel mit zugverspätungen usf. hatte es dann verunmöglicht oder ich kann mich nur nicht mehr erinnern). besonders m.s auftritt fand s. sehr gelungen und so redet er auf mich ein, aber ich verstehe den sinn seiner worte einfach nicht mehr, denn wie ich vorhin festgestellt hatte, wird hier karlovačko ausgeschenkt, und so hatte ich mir eben doch eines geholt (wahrscheinlich mit ein grund für c.s groll gegen mich), obwohl ich eigentlich wegen der noch bevorstehenden lesung nichts trinken wollte und soundso an dem abend mal weniger und obschon es an den wenigen schlücken kaum liegen kann, bin ich nicht mehr in der lage, s. zu folgen, der davon unbeeinflusst auf mich einredet. ich folge s. dann durch mehrere doppelflügeltüren, gänge und zwischenräume, aber in wahrheit gehen wir doch nur im kreis und ich verliere die orientierung und habe keine ahnung mehr, auf welcher seite der bar jetzt der gastgarten und auf welcher die straße liegt. nachdem das alles irgendwie doch überstanden ist, stellt sich heraus, dass die rechtzeitig zur lesung zurückgekommene k. sich mit unseren beiden kindern perfekt versteht. wir ziehen dann noch irgendwohin weiter und k. kümmert sich dabei um unsere kinder und ich denke, wie schön das, weil unter diesem einfluss gewiss nur das beste aus ihnen werden und es auch fast nicht sehr schaden kann, wenn sie auch kontakt zu mir haben. so leicht haben es andere sicher nicht, denke ich auch zufrieden und k. führt die kinder an der hand durch berlin, was mir besonders deshalb auch gut passt, weil ich jetzt wellenreiten gehen kann und das mache ich dann auch, am weg dorthin durch die straßen meiner kindheit natürlich die üblichen nostalgieschübe, erinnerungs- und baulücken, die ich wie stets betrachte mit dem neid des bewohners einer kleinen wohnung angesichts so viel potentiellen wohnraums. am fluss ist die lichtstimmung von der qualität, die einem den hals zuschnürt vor schönheit und auch dass an diesem ersten warmen tag in jahr natürlich viele hier wellenreiten, macht nichts aus, alle kommen mal dran, alle freuen sich an der sonne, den wellen und dem warmen wasser. nachher erzähle ich a. vom wellenreiten, die gar nicht wusste, dass das mein neues hobby ist (aufgew.)

am tümpel fangen c. und ich kaulquappen und fischeier und lassen zuhause im lichtdurchfluteten badezimmer ca. einen halben meter wasser ein um dort die wassertiere heranzuzüchten. schon nach wenigen tagen erreichen die größten der vielen verschiedenen fische sardinengröße und auch die kaulquappen sind sehr gewachsen, sorgen mache ich mir nur zurecht über unsere zimmerpflanzen, die wir als dekoration im improvisierten badezimmeraquarium verwenden (immer wieder erstaunt mich wie viele zimmerpflanzen aus früheren wohnungen c. mitgebracht hat, auf die ich zwischenzeitlich immer wieder vergesse): einerseits haben sie es zu feucht, andererseits manche auch zu trocken und drittens werden sie von den gierigen fischchen radikal aufgefressen. es kann so nicht weitergehen, zumal ja auch die badezimmertür nicht ganz wasserdicht ist und zudem bei jedem öffnen der tür (und ab und zu müssen wir halt doch ins badezimmer, und sei es nur um zu sehen, wie es den pflanzen und tieren geht) ein schwall wasser in die umliegenden räume gelangt, mittlerweile rinnt es schon bis ins wohnzimmer. mir ist das ja egal, aber irgendwann wird das durchsickern und die nachbarn sich beschweren. wir suchen also in der kredenz in der speis meiner eltern nach einer auflaufform, die groß genug ist, um als zwischenstation für unsere fische und kaulquappen zu dienen, bis wir ein passendes habitat für sie gefunden haben (aufgew.)

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