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(#) es ist so eine art literaturtagung, wir sind in so einer berghütte mit selbstversorgung untergebracht, wir kommen abends an und sitzen vor der hütte, trinken, reden etc., irgendwann kommt es einer großen aufregung, weil jemand fast den aschenbecher ausgeleert hätte, den die zwei spanier*innen als eine art orakel betrachten, es geht wohl irgendwie darum, dass die asche wie etwas ausseht, dessen spanischer begriff ein homonym zu etwas anderem sehr bedeutsamen ist, an der stelle mischt sich r. in die diskussion ein und sagt, dass das alles unsinn ist, der nur zeigt wie verzweifelt menschen überall bedeutung suchen, wo keine ist, ich will immer nur sagen: ja genau, was r. sagt. dann ist r. auf einmal sehr schnell sehr betrunken, keine ahnung wie das gegangen ist, die anderen gehen alle schlafen, ich bleibe noch auf ein letztes getränk mit r. draußen aus einem motivcocktail von sensationsgier, dem wunsch, noch ein letztes bier zu trinken und verantwortungsbewusst auf r. aufpassen, die wirklich sehr betrunken ist, irgendwie ist das sehr out of character für sie, denke ich, und irgendwie auch nicht: dass sie auch sich betrinken mit 110% macht, ist irgendwie nur konsequent. r. wird immer wirrer, unartikulierter und aufgeregter, ich verstehe nicht, was sie mir immer aufgeregter sagen will und suche fieberhaft nach unverfänglichen konversationsthemen um sie ein wenig zu beruhigen, ich sage also in meiner not etwas über die stadtführung von heute nachmittag und wie weird ich es gefunden habe, dass sie so komplett unreflektiert gegenüber dem spanischen kolonialismus war, r. ist darauf auf einmal wieder ganz klar und erklärt sehr nachvollziehbar und nur etwas fahrig die komplexen zusammenhänge der spanischen und us-amerikanischen kolonialgeschichte, die alles nochmal schwieriger zu beurteilen machen als ich das dachte. als es bereits wieder dämmert, will r. immer noch weitertrinken, obwohl alles ausgetrunken ist, dann findet sie einen glasreiniger und will ihn zu meinem großen entsetzen trinken, p., der jetzt wieder dabei ist, bestärkt sie noch dabei und sprüht sich selbst einen großen schluck in den mund (oder daneben? ich bin mittlerweile selbst recht betrunken und checke es nicht mehr so ganz, vielleicht ist es auch alles ein ablenkungmanöver von p., denn mit rationalen argumenten ist r. inzwischen nicht mehr zu erreichen, wiedemauchsei: beide und noch eine dritte inzwischen hinzugekommen person konsumieren den glasreiniger ohne augenscheinlichen schaden zu nehmen, ich mache also in meiner überforderung meinen frieden damit). als es schon richtig hell ist, wollen wir endlich doch schlafen gehen, und kommen erst da drauf, dass wir unsere zimmer noch gar nicht bezogen haben; die hütte ist jetzt auch eher eine art ziemlich luxuriöses hotel, r. hat also den rettenden und genialen plan, einfach direkt den gerade öffnenden wellness-bereich aufzusuchen, das mache sie auf lesereisen häufiger, es gäbe nichts besseres als direkt vom saufen in die sauna zu gehen um dort alles gift direkt wieder rauszuschwitzen und genauso machen wir es dann auch, es ist das pure glück (aufgew.)

eine vampir*innenserie, auch ich bin ein vampir, und alle vampir*innen werden um 19:00 uhr zur bushaltestelle bettelwurfsiedlung einberufen und alle außer ich fallen darauf rein. im wissen, dass es eine falle der bösen feinde der vampir*innen ist, mit der sie uns ein für allemal alle ausrotten wollen, komme ich der aufforderung nicht nach, sondern besteige den letzten zug, der mich noch in sicherheit bringen kann (ich bin mit den anderen vampir*innen so verfeindet wie mit deren feinden, darum rette ich niemand außer mir selbst). in der nächsten szene komme ich im sicheren exil an, am bahnhof sitzen einige junge frauen in hellen leichten gewändern, die einer sekte angehören, die katzen vergöttern, und unbemerkt von mir entsteigen dem zug auch noch zwei andere vampire, die sich ebenfalls und unbeknowst to me gerettet haben, eric und eine junge vampirin. die nächsten und letzten szenen sind eine montage unsere ersten schritte in der neuen stadt zum schlusssong und sind schon fast ein trailer für die nächste saison, für die sich die serienschreibenden augenscheinlich dafür entschieden haben, sich - da die verschiedenen storylines, intrigen und feind*innenschaften nach einigen seasons einfach schon zu verworren waren - von allen erzähler*innenischen altlasten zu verabschieden und nur uns drei, die wir alle fan favourites sind, als neues love triangle an einem neuen schauplatz neu beginnen zu lassen, mit der katzen-sekte als kleinem cliffhanger, was es damit auf sich hat. die zustimmung und vorfreude der fans ist riesig (aufgew.)

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irgendwann mitten in der fahnenkorrektur habe ich diesen...
mauszfabrick - 11. Aug, 12:56

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